Das Citizen.Kane.Kollektiv kommt ins Christoph-Ulrich-Hahn-Haus. Vom 7. bis 10. Mai startet dort ein performativer Stadtteilspaziergang zu Themen aus Georg Büchners Dramenfragment „Woyzcek“.
Menschen am Rand der Gesellschaft, fremdbestimmt, arm und unfähig zu Kommunikation sind die Antihelden in Georg Büchners Dramenfragment „Woyzeck“. Das Theaterkollektiv „CitizenKane“ hat den Text jetzt in einen Stadtspaziergang in Stuttgart-Freiberg überführt.
Zwischen Wohnblöcken, Grünflächen und zu Beginn im Keller des Christoph-Ulrich-Hahn-Hauses wird sichtbar, was Georg Büchner vor 190 Jahren verhandeltet: Soziale Ungleichheit, Sprachlosigkeit, das Überleben im System und der Kampf um Würde. Das Christoph-Ulrich-Hahn-Haus ist ein Wohnheim der eva für vormals wohnungslose Frauen und Männer mit psychischen oder chronischen Erkrankungen.
Der performative Stadtspaziergang „Woyzeck“ ist im Austausch mit Bewohnerinnen und Bewohnern und ihren Perspektiven in Stuttgart-Freiberg entstanden. Im Verlauf des Spaziergangs werden soziale Einrichtungen, Vereine, Initiativen und Einkaufszentren vorgestellt.
Die Zuschauer gehen durch reale Straßen und gleichzeitig durch ein Geflecht aus eingespielten Stimmen und Blicken. Stuttgart-Freiberg und auch das Christoph-Ulrich-Hahn-Haus werden so zum Schauplatz eines offenen Dramas.
Der performative Stadtteilspaziergang „70437 Woyzeck“ findet vom 7. bis 10. Mai statt, Start ist jeweils um 19 Uhr im Christoph-Ulrich-Hahn-Haus, Himmelsleiter 64 (U-Bahnstation Himmelsleiter). Tickets ab 15 Euro (nur noch für den 9. und 10. Mai möglich) unter citizenkanekollektiv.ticket.io

