Seit zehn Jahren gibt es das Familienzentrum in Weinstadt-Endersbach – Zum Jubiläumsfest gab es viel Lob und ein buntes Programm
Gestartet ist das Familienzentrum Weinstadt 2015 im Bahnhof Endersbach mit drei Angeboten und vielen Ideen. Zehn Jahre später gibt es mehr als zwanzig Gruppen, die das Zentrum regelmäßig nutzen, kein Tag, an dem die Räumlichkeiten in der Nelkenstraße 39 nicht belegt sind. „Danke für zehn Jahre Zukunftsgestaltung mitten im Quartier“, sagte der Weinstädter OB Michael Scharmann bei der Jubiläumsfeier des Familienzentrums am 18. Juli. Das Familienzentrum Weinstadt ist eine Kooperation von Evangelischer Gesellschaft eva und der Stadt Weinstadt. „Durch diesen Ort ist Weinstadt ein Stück wärmer geworden“, lobte Michael Scharmann das Familienzentrum.
Das Alter spielt keine Rolle
In die Nelkenstraße ist das Familienzentrum 2023 umgezogen und hat seitdem viel mehr Platz und einen Garten. In den Räumen gibt es ein Säuglingscafé, das Hebammen leiten, das Angebot „Amiki – Alltag mit Kind“, bei dem Eltern Unterstützung bei der Erziehung erhalten, das Begegnungscafé für Senioren, den internationale Nähtreff oder die Selbsthilfegruppe für ADHS im Unteren Remstal. Die Schuldnerberatung bietet eine Sprechstunde an, die Diakonie Stetten veranstaltet den inklusiven Treff für Menschen mit und ohne Behinderung. Es gibt ein Geschenkeregal mit gebrauchter Kleidung und Spielzeug, Leseförderung wird groß geschrieben und Sprachkurse unterstützen die Integration von geflüchteten Familien. Kurzum: Das Familienzentrum ist ein Ort, an dem alle Menschen willkommen sind – unabhängig von Alter, Herkunft oder Einschränkungen. Beim Fest haben sich die Gruppen vorgestellt und die Besucherinnen und Besucher mit einem bunten Programm unterhalten samt Glitzertattoos, Glücksrad, einem Spielparcours und Riesenseifenblasen.
Ort der Gemeinschaft und Unterstützung
Klaus Käpplinger, Vorstandvorsitzender der eva, hob in seinem Grußwort die Verdienste von Margret Mack hervor, die von Beginn an das Familienzentrum leitet - mit Empathie und der Gabe Menschen zu verbinden. „Sie sind das Herz dieser Einrichtung“, sagte er. „Benachteiligten Menschen zu helfen, dafür steht die eva. Hier im Familienzentrum wird Selbsthilfe und Selbstorganisation auf vielen Ebenen gefördert“, so Käpplinger weiter. Das Familienzentrum ist „ein Ort der Gemeinschaft, Unterstützung und Freude für so viele Menschen“, zog Margret Mack Bilanz. „Jeder ist willkommen und darf sich gesehen fühlen.“

