Ehre, wem Ehre gebührt: Langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben das Kronenkreuz der Diakonie erhalten.
„Im Dienst. Am Nächsten. Seit 1830“ – das ist der Slogan der eva. Nicht ganz so lange, aber 25 Jahre sind die Mitarbeitenden der eva im Dienst am Nächsten dabei, die bei der Weihnachtsfeier 2025 mit dem Kronenkreuz geehrt wurden. Das sind die Kolleginnen und Kollegen:
Die ambulante gemeindepsychiatrische Pflege in Freiberg ist der Arbeitsbereich von Uta Wasserbäch. Erfahrung hat sie auch in einem Leprakrankenhaus in Indien gesammelt. „Ich weiß, dass Sie sehr an spirituellen Fragen interessiert sind“, sagte Pfarrer Klaus Käpplinger bei der Übergabe des Kronenkreuzes. Uta Wasserbäch engagiert sich auch im Hospiz und bildet sich zur Sozialdiakonin fort.
Iris Maier-Strecker ist eine der beiden Abteilungsleiterinnen der Dienste für seelische Gesundheit. Ihr Berufsleben ist reich an unterschiedlichen Bereichen und Stationen: Unter anderem in der Wohnungsnotfallhilfe in London und später als Leitungskraft in Esslingen bei der eva. Im Diakonischen Werk hat sie als Referentin für Behindertenhilfe und Psychiatrie gearbeitet, in Norddeutschland eine Reha-Einrichtung geleitet und dabei immer nach einem „tief empfundenen christlichen Menschenbild“ gehandelt, so Klaus Käpplinger.
Soziale Arbeit oder Maschinenbau? Die Frage hat sich Armin Bubser gestellt, als er nach einer Ausbildung als Elektroniker und dem Zivildienst ein Studium aufgenommen hat. Es wurde Soziale Arbeit. Seit dem Jahr 2000 hat Armin Bubser bei der eva unter anderem im Haus Wartburg und der Fachberatung Esslingen gearbeitet, bis er 2017 ins Immanuel-Grözinger-Haus gekommen ist, das er seit 2019 leitet. Als damals noch stellvertretender Bereichsleiter hat er sich einmal quergestellt – und die spontane Kündigung von Herbert Rach einfach nicht akzeptiert. „Zum Glück“, wie Klaus Käpplinger bei der Ehrung kommentierte.
Denn auch Herbert Rach wurde jetzt mit dem Kronenkreuz geehrt. Er arbeitet seit 25 Jahren als hauswirtschaftlicher Mitarbeiter im Immanuel-Grözinger-Haus und hat einen guten und direkten Draht zu den Bewohnern des Männerwohnheims. Denn er kennt deren Lebensumstände gut. Herbert Drach war selbst einmal wohnungslos.
Christa Musch beherrscht eine Art Geheimsprache: In ihrer Erstausbildung hat sie Steno gelernt. Lange her. Heute leitet die studierte Sozialpädagogin gemeinsam mit Axel Glühmann die Dienste für Menschen in Armut, Wohnungsnot und Migration. Bei der eva hat sie zuvor an unterschiedlichen Stationen Menschen in schwierigen Lebenslagen begleitet, unter anderem im Haus Wartburg und in der Altenhilfe. „Seitdem habe ich einen großen Respekt vor allen, die in der Pflege tätig sind“, sagte Christa Musch bei der Verleihung.
Vor 40 Jahren kam Dietmar Schilfarth das erste Mal in Kontakt mit der eva: als Zivildienstleistender. Nach verschiedenen Stationen in der freien Wirtschaft arbeitet der gelernte Energieanlagenelektroniker seit 2000 im technischen Dienst bei der eva, mittlerweile als Teamleiter, und ist an dieser Stelle ein viel gefragter Mann.
Franziska Geißler hat im Jahr 2000 ein Anerkennungspraktikum in einer Wohngruppe der eva gemacht und ist seitdem ihrer Arbeitgeberin treu geblieben. Sie hat viele Jahre in unterschiedlichen Wohngruppen gearbeitet und sich für Careleaverinnen eingesetzt. Mittlerweile arbeitet sie bei den ambulanten Hilfen zur Erziehung – und kann sich gut beim wöchentlichen Boxtraining abreagieren.
Vassiliki Anagnostopoulou ist ebenfalls Mitarbeiterin der Ambulanten Hilfen zur Erziehung. Sie hat nach einem zweijährigen Aufenthalt in Indien, ihrem Studium der Sozialpädagogik und einer Vertiefung in der Sprachförderung im Altenheim bei der eva viele Jahre in der stationären Jugendhilfe gearbeitet. Jetzt ist sie bei den Ambulanten Hilfen im Team Freiberg tätig.
Auslandserfahren ist auch Karin Götz: Sie hat ihre Ausbildung als Bürokauffrau bei der eva gemacht und arbeitet seitdem in der Finanzierung – nur unterbrochen durch einen zweijährigen Aufenthalt in Burkina Faso in den 90er Jahren, als sie bei einer Missionsgesellschaft war. Die Ehrung mit dem Kronenkreuz liegt für Karin Götz schon lange zurück. Sie wurde jetzt für 40 Jahre Arbeit in der Diakonie geehrt. Als stets korrekte und immer bestens organisierte Stütze der Finanzierung.
Neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bei der Weihnachtsfeier mit dem Kronenkreuz geehrt wurden, gibt es noch eine weitere Reihe an Fachkräften, die 2025 ihr 25-Jahre-Jubiläum bei der Diakonie hatten. Nicht alle wollten jedoch im Rampenlicht stehen oder konnten die Teilnahme bei der Feier möglich machen. Sie bekommen die Urkunde und den Kronenkreuz-Anstecker im kleineren Rahmen überreicht.



