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Es ist normal, verschieden zu sein

  • Schüler bei der Diskussion

Wem ist nicht schon mal der Satz über die Lippen gerutscht: Du bist ja verrückt! Oder: Du tickst doch nicht richtig! Was meist nur unbedacht dahingesagt wird, ist ein Indiz für weit verbreitete Vorurteile gegenüber psychisch kranken Menschen. Grund dafür ist häufig Unwissenheit über psychische Erkrankungen. Um daran etwas zu ändern, ist die eva mit dem Projekt "Verrückt? Na und! - Es ist normal, verschieden zu sein" an Stuttgarter Schulen aktiv. 

Psychische Krankheiten sind nicht selten: Jeder kann zu jedem Zeitpunkt in seinem Leben davon betroffen sein. Etwa 12 bis 20 Prozent der unter 18-Jährigen in Deutschland gelten als psychisch auffällig. Jugendliche können aber auch dadurch von psychischen Störungen betroffen sein, dass ein Familienmitglied oder ein Freund erkrankt ist. 

Beim Projekt "Verrückt? Na und!" des Gemeindepsychiatrischen Zentrums der eva setzen sich die Schüler an einem Tag mit ihrem eigenen Leben und psychischen Belastungen auseinander. Sie lernen bei dem Projekttag, der in der Regel aus sechs Schulstunden besteht, Menschen kennen, die psychische Krankheit erlebt haben. Und sie erfahren, was sie für ihre eigene seelische Gesundheit tun können. In der ersten Phase berichten die Schüler von ihren eigenen Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen. Danach beschäftigen sie sich in Gruppenarbeit mit Ereignissen, die sie seelisch belasten, und überlegen, wer oder was ihnen helfen kann, Krisen zu überwinden. Das Gruppenergebnis wird dann den Mitschülern vorgestellt. Im dritten Schritt lernen die Schüler "Experten in eigener Sache" kennen, also Menschen, die psychische Krankheiten erfahren haben. Sie diskutieren mit ihnen und mit deren Angehörigen. 

Kirsten Wolf

Kirsten Wolf

Robert-Koch-Str. 9
70563 Stuttgart-Vaihingen

Tel. 07 11.7 35 57 92

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