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Tanz und Theater als Brücke zu einem angstfreien Leben
Traumatisierte Flüchtlinge leiden unter verschiedenen Störungen und Anpassungsschwierigkeiten. Damit diese nicht chronisch werden, bieten wir als Begleitung zur Therapie ein vielfältiges kulturelles Angebot. Ziel des Projektes ist es, die kulturspezifischen Fähigkeiten der Klientinnen und Klienten zu aktivieren und ihre sozialen Kontakte zu erweitern. Das Projekt richtet sich an Personen, die in der Psychologischen Beratungsstelle für politisch Verfolgte und Vertriebene Stuttgart an einer traumazentrierten Therapie teilnehmen bzw. teilgenommen haben sowie an deren Angehörige und Freunde.
Das Projekt "For4" besteht aus zwei Teilen:
- einer Psychotherapie an der Psychologischen Beratungsstelle für politisch Verfolgte und Vertriebene Stuttgart sowie
- begleitenden Angeboten wie Tanztheatergruppe, Gymnastikgruppe für Frauen, Nähatelier und Malgruppe, in denen kreative Distanztechniken vermittelt werden. Für traumatisierte Flüchtlinge können diese Angebote eine Brücke zu einem angstfreien, vitalen Alltagsleben sein.
In der Tanzgruppe studieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Tänze aus ihren Herkunftsländern ein.
In der Theatergruppe üben sie - unterstützt durch eine Schauspielerin - verschiedene Rollen ein und spielen diese auf der Bühne. So haben die Traumapatientinnen und -hatienten die Möglichkeit, sich mit konflikthaften und realitätsbezogenen Situationen auseinanderzusetzen. Dabei entsteht auf der Bühne eine künstlerisch dargestellte Entfremdung. Sie ermöglicht es den Teilnehmenden, sich emotional von den eigenen traumatischen Erfahrungen zu distanzieren.

Die Gymnastikgruppe und das Nähatelier sind spezielle Angebote für Frauen.
Die Malgruppe trifft sich jeden Mittwoch im Atelier "Eddawitt" in Marbach.
Der Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, hat die Psychologischen Beratungsstelle für politisch Verfolgte und Vertriebene im Dezember 2011 besucht. Auch kirchenfernsehen.de war bei dem Besuch dabei. Den zweiminütigen Film von Elisabeth Eder können Sie sich hier ansehen.
Einen ERF-Radiobeitrag über den Besuch unter dem Titel ''Seele total kaputt - Psychologische Betreuung für Traumatisierte Flüchtlinge'' finden Sie hier.
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