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Weil Gott in tiefster Nacht erschienen
Unterrichtsbausteine zu schatten und licht, Heft 4/2009
"Weil Gott in tiefster Nacht erschienen, kann unsere Nacht nicht traurig sein", so singen wir in dem bekannten Lied. Dieser Satz, überlegt man ihn recht, ist gar nicht so einfach zu verstehen. Es gibt "Nacht" als Dunkelheit begriffen nicht nur als Gegenstück zum "Tag" mit seinem Licht, es gibt sie auch in übertragenem Sinne - als Zeit und als Zustand. Dabei wird eingeräumt, dass es tatsächlich "Nacht-Zeiten und Nacht-Zustände" gibt in unserem Leben. Aber wie in der Mitte der Nacht, an Mitternacht, "in tiefster Nacht" der neue Tag beginnt, so eben auch in diesem Weihnachtslied: Mitten in der tiefsten Nacht kommt Gott zu den Menschen - und nur darum kann unsere Nacht (als Zeit und als Zustand) nicht traurig sein. Und die Begründung dafür wird in diesem Lied auch gleich mitgeliefert; in den nächsten Versen heißt es: "Der immer schon uns nahe war, stellt sich als Mensch den Menschen dar".
Weil Gott als Mensch zu den Menschen kommt - das ist das Geheimnis von Weihnachten, die Inkarnation Gottes - deshalb muss unsere Nacht nicht traurig sein. Und aus dieser Zusage ziehen soziale Einrichtungen wie die Evangelische Gesellschaft die Verpflichtung, den Menschen ebenfalls "als Menschen" entgegenzukommen, wie die drei Beispiele des nachfolgenden Unterrichtsentwurfs belegen. Ob im Atrium am Hallschlag junge Menschen mit ihren Familien Erziehungshilfen bekommen, ob in der Begegnungsstätte für ältere Menschen zusammen Weihnachten gefeiert wird oder ob im Weraheim in Hebsack Jugendliche, die nicht mehr in ihren Familien bleiben können, Aufnahme finden - überall kommen engagierte Menschen der eva hilfebedürftigen Menschen als Menschen ("menschlich") entgegen.
Der nachfolgende Unterrichtsvorschlag soll Jugendlichen nahebringen, was es heute heißen kann, wenn Gott sich in Menschen als Mensch darstellt.
Zielgruppe sind Schülerinnen/Schüler und Konfirmandinnen/Konfirmanden der Klassen 7 bis 8. Die Unterrichtsbausteine sind auf den baden-württembergischen Lehrplan für den Religionsunterricht abgestimmt. Im Unterrichtsentwurf finden Sie einen allgemeinen Überblick zum Vorgehen sowie die Bausteine für den Unterricht.
Hier die Materialien für die Schüler:
M1.pdf Info Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
M2.pdf Info Weraheim
M3.pdf Bewertungsbogen Präsentation
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Gudrun Gsell
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