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Namenssteine erinnern an Verstorbene
An Menschen, die an den Folgen von AIDS verstorben sind, erinnern Steine im Innenhof des Hauses der Diakonie der Evangelischen Gesellschaft. Diese Art des Gedenkens geht auf den Berliner Künstler Tom Fecht zurück. Er begann in den Jahren 1988/89 damit, im Auftrag der Deutschen AIDS-Stiftung das Projekt „Denkraum“ zu entwickeln. In den Jahren von 1992 bis 2000 ist dadurch ein geografisches Netz von über vierzig zum Teil festen Stein-Installationen entstanden. In Stuttgart konnte ein solcher „Denkraum“ zunächst auf dem Schillerplatz installiert werden. Im Oktober 2002 wurde die Installation mit den Namenssteinen in den Stuttgarter Schlossgarten umgesetzt, in die Nähe des Opernhauses.
Nach dem offiziellen Ende des Projektes wurde der „Denkraum“ im Stuttgarter Schlossgarten nicht mehr mit neuen Namenssteinen ergänzt. Deshalb wurde im Juli 2006, anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens der eva-Aids-Beratungsstelle, im Innenhof des Hauses der Diakonie der eva in der Büchsenstraße 34/36 ein neuer Raum geschaffen. Kieselsteine wurden mit den Namen von an AIDS verstorbenen Menschen beschriftet und auf einem Beet zwischen Bäumen, Sträuchern und Pflanzen niedergelegt. Die Aids-Beratungsstelle der eva möchte damit ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Der Raum bietet Platz, um mit weiteren Steinen ergänzt zu werden.
Gerd Brunnert
Büchsenstraße 34/36
70174 Stuttgart
Tel. 07 11.20 54 388
Fax 07 11.20 54 415





