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Verspielt? Wir helfen!

Fünf vor zwölf: Schnelle Hilfe ist bei Glücksspielproblemen wichtig

Für viele ist das Glücksspiel ein harmloses Freizeitvergnügen. Für andere wird daraus bitterer Ernst. Sie werden abhängig vom Glücksspiel. Verschuldung, Probleme in der Partnerschaft und im Beruf, Wohnungsverlust, Depression und suizidale Handlungen sind mögliche Folgen. Betroffene ruinieren sich und ihre Familien, wenn sie erst spät ins Hilfesystem finden. In Deutschland geht man von ca. 300.000 behandlungsbedürftigen Spielern aus. Das bedeutet für Baden-Württemberg ca. 50.000 Personen.

Genau diesen Menschen möchten unsere Mitarbeitenden der Fachstelle für Glücksspiel- und Medienkonsum zur Seite stehen und sie unterstützen, das Glücksspiel mit all seinen Problemen hinter sich zu lassen. Sie bieten dafür ein passendes Angebot aus qualifizierter Einzel- und Paarberatung, Selbsthilfegruppen und ambulanter Therapie speziell für Glücksspielprobleme. Mehr zu diesen Angeboten finden Sie hier.

Darüber hinaus ist uns wichtig, die Menschen früher zu erreichen, als es bislang der Fall ist. Viele kommen erst nach Jahren exzessiven Spielens zu uns, wenn das Spielen schon seine Spuren hinterlassen hat, wenn z.B. ein Schuldenberg entstanden ist oder sich der Partner/die Partnerin trennen will. Deshalb ist es uns sehr wichtig, die Öffentlichkeit über Gefahren des Glücksspiels, Auswirkungen und erste Anzeichen für ein problematisches Glücksspielverhalten zu informieren. Das soll allgemein bewusst machen, welche Probleme das Glücksspiel mit sich bringen kann. Warnsignale sollen frühzeitig erkannt werden können, damit Betroffene und Angehörige eher den Kontakt zur Beratungsstelle suchen.

Um dies voranzutreiben, beteiligen wir uns seit 1. Januar 2008 an dem Bundesmodellprojekt „Frühe Intervention bei pathologischem Glücksspiel“. Ziel des Modellprojekts ist zum einen, Personen, die ein Problem mit Glücksspielen entwickelt haben, früher zu erreichen. Zum anderen soll das Hilfesystem flächendeckend ein qualifiziertes Angebot speziell für Glücksspieler und Glücksspielerinnen und deren Angehörige vorweisen können.

Neben unserer Beratungsstelle nehmen auch 16 weitere Einrichtungen aus Deutschland an diesem Modellprojekt teil. Drei Jahre werden die Projektmitarbeitenden von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen über Schulungen und Weiterbildungen begleitet. Diese sollen dann als Multiplikatoren die Schulungsinhalte verbreiten und Vernetzungen im jeweiligen Bundesland schaffen, so dass flächendeckend Betroffene und ihre Angehörige qualifiziert beraten werden.

Zur Glücksspielprävention an Schulen hat die Evangelische Gesellschaft (eva) Unterrichtsmaterialien für die Klassenstufen 9 und 10 entwickelt. Die Unterrichtsbausteine finden Sie hier

Sandra Bauer

Sandra Bauer

Evangelische Gesellschaft
Fachstelle für Glücksspiel- und Medienkonsum

Büchsenstr. 34/36
70174 Stuttgart

Tel. 07 11.20 54-2 98

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