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Geschichte des Hauses

1895

Der Stuttgarter Fabrikant Rudolf Knosp (1820-1897) und seine Ehefrau Sophie legen in einer letztwilligen Verfügung fest, zwei Millionen Mark zu stiften, um ein „Rekonvaleszenz-Spital“ zu gründen. Das künftige Erholungsheim für Menschen, die nach überstandener Krankheit wieder zu Kräften kommen sollen, soll den Namen Rudolf-Sophien-Stift tragen. 

 

1912 

Nach langer Suche nach einem geeigneten Standort und Zustimmung des Gemeinderats beginnt im Stuttgarter Süden endlich der Bau des Rudolf-Sophien-Stifts - sieben Jahre nach dem Tod von Sophie Knosp.

 

1914 

Das Stift ist gerade eingeweiht, als der Erste Weltkrieg ausbricht und das Gebäude am 1. August beschlagnahmt wird. In den Räumen wird ein Lazarett eingerichtet.

 

1919

Nach Kriegsende wird das Rudolf-Sophien-Stift renoviert und seiner ursprünglichen Bestimmung übergeben. Das „Erholungsheim für den bürgerlichen Mittelstand“ wird eröffnet.

 

1939

Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs wird ein Gebäudeflügel beschlagnahmt und zur Stabsdienststelle der Luftwaffe umfunktioniert.

 

1943 

Zwei Bomben schlagen in das Stift ein, es kann aber weiter genutzt werden.

 

1945

Nach Kriegsende wird das Gebäude ein drittes Mal beschlagnahmt, zunächst von der französischen Armee, dann für einige Monate von der amerikanischen Besatzungsmacht. Schließlich zieht die Medizinische Klinik des Cannstatter Krankenhauses, das im Krieg zerstört wurde, hier ein.

 

1962 

Die Bombenschäden werden repariert, das Gebäude wird baulich umgestaltet.

 

1970 

Die Medizinische Klinik des Cannstatter Krankenhauses zieht aus. Die Eisenbahnhaltestelle "Wildpark / Rudolf-Sophien-Stift" wird aufgehoben.

Die „Stiftung für Bildung und Behindertenförderung Stuttgart“, eine Stiftung der Geschwister Robert Bosch junior und Eva Madelung, kauft das Anwesen und lässt das Gebäude erneut renovieren.

 

1973  

Die Stiftung eröffnet das Rehabilitationszentrum Rudolf-Sophien-Stift (RRSS), zunächst nur als Übergangswohnheim und Werkstatt für psychiatrische Rehabilitanden.

 

1977 

Die klinische Abteilung wird eröffnet. Eine Stadtwohnung für die erste psychiatrische Wohngemeinschaft Stuttgarts wird angemietet.

 

1979 

Die Werkstatt des RRSS wird durch Anmietung eines Fabrikgebäudes in der Dornhaldenstraße im Stuttgarter Süden erweitert und als „anerkannte Werkstatt für Behinderte“ ausgebaut.

 

1980 

Eine zusätzliche Abteilung für Arbeitstherapie wird eröffnet.  

 

1981 

Weitere Wohngemeinschaften für psychisch erkrankte Menschen werden in angemieteten Wohnungen gegründet.

 

1984

Die Hauptwerkstatt des RRSS wird in die Kolbstraße in Stuttgart-Stadtmitte verlegt.

 

1988 

Die Werkstatt in der Dornhaldenstraße schließt. Als Ersatz wird ein Fabrikgebäude in der Senefelderstraße angemietet.

 

1989 

Die Werkstätten werden erweitert, so dass nun insgesamt 200 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.

 

1995

Es wird die eine Einrichtung zur Rehabilitation für psychisch Kranke (RPK) als neue Abteilung mit zehn Plätzen gegründet.

 

1999

Eine Beratungsstelle im Stadtzentrum (Esslinger Straße) wird gegründet.    

 

2000 

Die Hauptwerkstatt wird in ein größeres Gebäude in der Schockenriedstr. 40A in Stuttgart-Vaihingen verlegt.

 

2001

Bei der Firma EWO in Stuttgart wird eine Außengruppe der Werkstätten gegründet.

 

2004  

Die Zweigwerkstatt, die ihr Domizil bisher im Stammhaus in der Leonberger Straße hatte, zieht in das Industriegebiet in der Schockenriedstraße 40 um.

 

2006 

Zum 1. Juli übernimmt die Evangelische Gesellschaft (eva) die Trägerschaft des Rudolf-Sophien-Stifts. Ziel der eva ist es, ein umfassendes, integriertes gemeindepsychiatrisches Verbundsystem in Stuttgart aufzubauen.

 

Im selben Jahr werden verschiedene Angebote und Einrichtungen eröffnet:

  • die Außenstelle der Werkstätten in Stuttgart-Freiberg
  • das Wohnheim in der Reinsburgstraße 122
  • die Psychiatrische Institutsambulanz
  • das Projekt Input, das berufliches Training außerhalb der Werkstätten auf geschützten Plätzen ermöglicht

 

2008

Die Außenwohngruppe in der Fuchswaldstraße wird gegründet. Außerdem startet das Projekt Alina, das geschützte Arbeitsplätze in Wirtschaft und Verwaltung zur Verfügung stellt.

 

2009

Das Kleinstwohnheim in der Hasenbergstraße sowie die Zweigwerkstatt in der Kleemannstraße werden eröffnet.

 

2010

In Kooperation mit der eva und einigen Krankenkassen startet das Modellvorhaben zur Integrierten Versorgung „NetzWerk psychische Gesundheit“. Ziel ist es, ambulante Angebote zu stärken und besser zu vernetzen, damit psychisch erkrankte Menschen möglichst in ihrer gewohnten Umgebung versorgt werden können.

 

2011

Eine weitere Zweigwerkstatt in Leinfelden-Echterdingen wird genehmigt. Die Borderline Informations- und Kontaktstelle (BIKS) wird eröffnet.

 

2012

Das Rudolf-Sophien-Stift erstellt einen Neubau für eine Kindertagesstätte und übergibt die Betriebsträgerschaft an die neu gegründete eva-Tochtergesellschaft eva:lino.

 

 

2013

Das Rudolf-Sophien-Stift baut und eröffnet das geschlossene Wohnheim in der Leonberger Straße.

 

Der neue Bereich "Dienste für seelische Gesundheit Heidenheim" wird gegründet. Zu ihm gehört das neue Wohnheim Albuchstraße in Heidenheim, das nach der Bauphase in Betrieb genommen wird.

 

Die inklusive Gastronomie "Rudolfs - Küche und Café" wird im November im Treffpunkt Rotebühlplatz in Stuttgart-Mitte eröffnet.

 

2014

Eine frauenspezifischen Wohngruppe in Stuttgart-Kaltental wird eröffnet.

 

Die Klinik erweitert ihr Angebot um tagesklinische Behandlungsplätze.

 

2015

Das Wohnheim Kräherwald wird gebaut und nimmt den Betrieb auf.

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