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Finanzielle Bildung für Migranten
In der Beratung von Migranten nehmen finanzielle Probleme einen sehr breiten Raum ein. Arbeitslosigkeit, Scheidung oder Suchterkrankungen gehören zu den typischen Ursachen für Überschuldung. Hinzu kommen finanzielle Abhängigkeiten und Verpflichtungen im sozialen und familiären Umfeld. Gerade bei Migranten können aber auch sprachliche Defizite in die Schuldenfalle führen. Denn wer beispielsweise Vertragsklauseln nicht richtig versteht, ist sich auch der Konsequenzen von Krediten oder Kaufverträgen nicht bewusst. In der Beratung wird immer wieder deutlich, dass die Hilfesuchenden zu wenig über finanzielle Strukturen wissen. Kenntnisse im finanziellen Bereich stellen aber eine zentrale Schlüsselkompetenz für soziale Integration und Teilhabe dar.
Ziel des Projektes ist es daher, Migranten aus Drittstaaten – also Nicht-EU-Ländern – finanzielle Bildung zu vermitteln. Wir stärken ihre Kompetenz, verantwortungsvoll mit Geld umzugehen, und sensibilisieren sie für finanzielle Risiken. Wir zeigen ihnen Strategien auf, wie sie ihre Schulden wieder abbauen können. Und wir unterstützen sie dabei, die eigene Zukunftsplanung auf eine solide finanzielle Grundlage zu stellen.
Finanzielle Kenntnisse und Kompetenzen vermitteln wir auf unterschiedlichen Wegen:
- Bei Veranstaltungen informieren wir über Themen wie Verbraucherberatung, Konsumverhalten und Finanzprodukte. Diese Veranstaltungen finden zum einen im Internationalen Beratungszentrum statt. Daneben gehen unsere Mitarbeitenden auch gezielt in Migrantenvereine, ausländische Kirchengemeinden und Moscheen.
- Wir schulen Multiplikatoren aus den Migranten-Organisationen.
- Wie leisten themenbezogene Öffentlichkeitsarbeit in den Medien der "Communities".
Hilfesuchende unterstützen wir bei konkreten Finanzproblemen. Wir bieten ihnen eine individuelle Einzelberatung an, beispielsweise zu Themen wie Perspektiv- und Budgetplanung. Bei Bedarf vermitteln wir sie weiter an die Schuldner- oder Verbraucherberatung.
Bei dem Projekt arbeiten das Internationale Beratungszentrum der eva und die Zentrale Schuldnerberatung zusammen. Durch die enge Kooperation werden die Angebote beider Dienste zu einem präventiven Beratungs- und Bildungsangebot für Migranten verknüpft.

Das Projekt wird durch den Europäischen Integrationsfonds gefördert.
Armin Albrecht
Landhausstraße 62
70190 Stuttgart
Tel 07 11.28 54 420
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