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Bessere Chancen auf einen Arbeitsplatz
Junge Menschen mit Migrations-Hintergrund haben es schwer auf dem Arbeitsmarkt, wenn sie nicht ausreichend gut deutsch sprechen. Mit unserem Kurs zur berufsbezogenen Sprachförderung wollen wir ihre Chance auf einen Arbeitsplatz erhöhen. Dabei kombiniert dieses Angebot Sprachunterricht, berufliche Qualifizierung und Praktikum wirkungsvoll miteinander.
Die berufsbezogene Sprachförderung richtet sich grundsätzlich an alle Menschen mit Migrations-Hintergrund im Alter bis 25 Jahren, deren Sprachkenntnisse und Qualifikationen für den Arbeitsmarkt nicht ausreichen. Dabei spielen die Staatsangehörigkeit und der Zeitpunkt der Zuwanderung keine Rolle. Teilnehmen können also auch Spätaussiedler, in Deutschland geborene junge Menschen, ausländische Familien und so genannte Passdeutsche.
Die eva bietet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) spezielle Kurse für junge Menschen an. Diese Kurse dauern in Vollzeit 26 Wochen und haben einen festen Ablauf.
Zweimal vier Wochen sind für einen berufsbezogenen Sprachkurs bei der DAA reserviert.
Die übrige Zeit bei der eva steht im Zeichen der Berufsorientierung: Zunächst müssen sich die Teilnehmer über ihre Stärken, Schwächen und Berufswünsche klar werden. Das geschieht durch Gruppenarbeit und Internetrecherche, aber auch ganz praktisch durch Betriebsbesichtigungen. Beim Bewerbungstraining erfahren die Teilnehmer, wie man sich erfolgreich bewirbt. Sie lernen Einstellungstests und Präsentationstechniken kennen, was ihnen im Bewerbungsverfahren hilft. Bei Bedarf können sie in EDV-Kursen ihre Computer-Kenntnisse auffrischen. Eine Einführung ins Arbeitsrecht und das Verhalten am Arbeitsplatz hilft, im Betrieb zu bestehen. Ein Augenmerk gilt auch den Grundlagen von Mathematik und Englisch. Für die jungen Menschen stehen daneben erlebnispädagogische Aktivitäten auf dem Programm.
Für ein Betriebspraktikum sind vier mal eine Woche während des Kurses reserviert, zum Abschluss arbeiten die jungen Menschen vier Wochen im Betrieb. Dies verzahnt einerseits Theorie und Praxis. Andererseits fördert es über den regelmäßigen Kontakt zum Betrieb die berufliche Integration.
Das Videoportal der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, kirchenfernsehen.de, stellt das Projekt "Fette Chance im Beruf" in einem Filmbeitrag vor. Den Film können Sie sich hier ansehen.
Das Angebot wird durch den Europäischen Sozialfonds über das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge finanziert.
Christoph Mast
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