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"Und bist du nicht willig…"
Das Tabu-Thema "Zwang" stand im Mittelpunkt des eva-Fachtags am 29. September 2010
In der Sozialen Arbeit gelten die Prinzipien der Freiwilligkeit und des eigenverantwortlichen Menschen: Wer sich freiwillig um Unterstützung bemüht und aktiv dafür einsetzt, dem kann man effizienter und nachhaltiger helfen. Entsprechend wurde das Thema "Zwang" in der Sozialen Arbeit jahrelang ausgeklammert und tabuisiert. Doch das Ideal der Freiwilligkeit entspricht häufig nicht der Realität: In zwei Dritteln aller Fälle sind es nicht die Betroffenen selbst, die sich aus freien Stücken an das Hilfesystem wenden. Vielmehr werden sie durch Angehörige, Arbeitgeber oder auch Auflagen der Justiz dazu gedrängt. Dabei bewegt sich die Soziale Arbeit grundsätzlich in einem Spannungsfeld: Wie kann Zwang soweit wie möglich vermieden werden? Wo ist Zwang hilfreich und entwicklungsfördernd? Dieses Spannungsfeld wurde beim Fachtag der Evangelischen Gesellschaft (eva) am 29. September 2010 ausgelotet. Das Thema "Und bist Du nicht willig… Zur Ambivalenz von Zwang in der Sozialen Arbeit" stieß auf großes Interesse: 140 Mitarbeitende der Sozialen Arbeit haben sich für den Fachtag angemeldet, weiteren 50 Interessenten musste abgesagt werden.
Hier finden Sie Vorträge und Informationen des Fachtags als PDF-Dateien:
Eröffnung Pfarrer Heinz Gerstlauer, Vorstandsvorsitzender der eva
Folien zum Vortrag von Prof. Dr. Rüdiger Wulf
AG 2: Jürgen Baur, sozialpsychiatrischer Wohnverbund, eva: "Zwang und Gewalt in der Psychiatrie"




