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    eva bittet um Spenden für Wiederaufbau des Berberdorfes

    Nach dem Brand im Berberdorf am 26. Januar arbeiten die Verantwortlichen der Evangelischen Gesellschaft (eva) mit Hochdruck daran, den Wiederaufbau zu organisieren. Dabei gibt es viele praktische Fragen zu klären. Bis Dienstag, 2. Februar, hatten die Bewohner aufgrund der Brandschäden vor Ort kein warmes Wasser. Am Dienstagvormittag wurde der Abbruch der ersten Gebäude begonnen. Seit der Mittagszeit hat der Sanitärcontainer wieder Strom und Wasser, die Bewohner können wieder duschen. Weiterhin gibt es für die Bewohner aber keine Möglichkeit, vor Ort ihre Wäsche zu waschen oder zu trocknen sowie im Küchencontainer zu kochen.

    Da beim Brand auch die Lagerräume vollkommen zerstört wurden, fehlt es zudem an Werkzeug wie Sägen oder Bohrmaschinen, Geräten zur Geländepflege (Rasenmäher, Laubgebläse) und Arbeitskleidung. Die eva bittet daher um Geld- und Sachspenden, um das Berberdorf möglichst schnell wieder vollständig aufzubauen.

    Drei Container im Berberdorf sind am Abend des 26. Januar abgebrannt. Das Feuer hat Küche, Waschmaschinen, Trockner, Lagerräume, Besuchertoilette sowie die Personalräume vollkommen zerstört. Die drei Container werden in den nächsten zwei bis drei Wochen abgerissen. Am 3. Februar konnte eine Baufirma klären, dass der Gemeinschaftsraum zu retten ist. Allerdings müssen das Dach sowie eine Seitenwand abgerissen und neu gebaut werden. „Der Gemeinschaftsraum war immer gut aufgeräumt und sauber – die Bewohner haben den gehütet wie ihren Augapfel“, berichtet Josef Weber, der Bereichsleiter der Aufnahmehäuser Esslingen der eva.

    Gelernt, mit Schicksalsschlägen umzugehen

    Die Bewohner des Berberdorfes, 21 Männer und eine Frau, kommen mit der Notsituation nach dem Brand beachtlich gut zurecht. Mit Schicksalsschlägen umzugehen – das haben sie im Laufe ihres Lebens lernen müssen. Alle sind bereit, bei der Beseitigung der Schäden mitzuhelfen. „Jetzt merkt man den Zusammenhalt besonders gut“, berichtet der 48jährige Bewohner Tom-Tom. „Das Feuer hat uns noch mehr zusammengeschweißt."

    Vorübergehend können die Bewohner in anderen sozialen Einrichtungen kochen, sich verpflegen sowie ihre Wäsche waschen. „Schon am Morgen nach dem Brand sind die Anrufe von befreundeten Einrichtungen gekommen, die ihre Hilfe angeboten haben: vom Tagestreff Sankt Vinzenz und dem Verein Bürger für Berber“, berichtet Josef Weber. Derweil suchen die eva-Verantwortlichen dringend nach Zwischenlösungen, um das Kochen und Wäschewaschen auf dem Gelände des Berberdorfes wieder möglich zu machen. Dabei sind die Betreiber dankbar und offen für praktikable Vorschläge und Lösungen.

    Schnelle und unkomplizierte Hilfe vieler

    Schnelle und unkomplizierte Hilfe erfahren die eva-Verantwortlichen bereits jetzt von vielen Seiten: neben den anderen sozialen Diensten beispielsweise auch von der Stadt Esslingen. Bruno Raab-Monz, Leiter des Amtes für Sozialwesen der Stadt Esslingen, erklärte bei einem Pressegespräch, die Stadt könne bei ihrer aktuellen Haushaltslage zwar keine finanzielle Unterstützung anbieten. Doch der Stadt sei wichtig, das Berberdorf zu erhalten. „Wir sind zuversichtlich, dass für den Wiederaufbau Spenden von Privatpersonen, Kirchengemeinden und Firmen kommen werden und das Ganze wieder aufgebaut werden kann.“ Denn die Akzeptanz für das Berberdorf in der Stadt sei „sehr groß“. Das sieht Dieter Krug, Sozialdezernent des Landkreises Esslingen, ähnlich. Zwar könne auch der Kreis kein Geld für den Aufbau anbieten; er sieht das Berberdorf jedoch als wichtigen Baustein der Hilfen für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten, der erhalten werden sollte.

    Großer Dank gebührt auch der Esslinger Beschäftigungsinitiative (EBI) Altbach. Mitsamt Lastwagen, Personal und Geräten ist die EBI seit 2. Februar im Berberdorf, um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Dafür wird sie nur eine sehr geringe finanzielle Entschädigung berechnen, die lediglich ihre Selbstkosten deckt.

    „Das Berberdorf ist unser Sprungbrett“

    Der Sachschaden liegt nach ersten Schätzungen zwischen 50.000 und 70.000 Euro. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Flammen hatten nicht auf die Wohnunterkünfte übergegriffen, so dass alle Bewohner im Berberdorf bleiben konnten.

    Und dennoch fehlt es noch an vielem. Denn der Abbau und Wiederaufbau der zerstörten Einrichtungen wird viel Geld und Zeit kosten. Neben Sachspenden, vor allem Werkzeug, sind zweckbestimmte Geldspenden die größte Hilfe. Die eva bittet daher um Spenden auf das Konto 234 567 bei der EKK Stuttgart, BLZ 520 604 10, Stichwort: Aufbau Berberdorf. Über die Abgabe von Werkzeug und Geräten als Sachspende freut sich Josef Weber, der unter Telefon 07 11. 35 74 86 erreichbar ist. Damit soll das Berberdorf der Ort bleiben, als den der Bewohner Tom-Tom es sieht: „Das Berberdorf ist unser Sprungbrett.“

    Über die Aufräumarbeiten nach dem Brand im Berberdorf hat die Redaktion von kirchenfernsehen.de, dem Internetfernsehen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, einen Film gedreht. Diesen TV-Bericht können Sie sich hier ansehen.

    Mehr allgemeine Informationen zum Berberdorf finden Sie hier.